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Was ist ein Tyrann?

Die griechischen Städte (Poleïs) waren in der Regel Stadtstaaten. Die Regierungsform war von Stadt zu Stadt unterschiedlich: Demokratie (Volksherrschaft), Plutokratie (Reichenherrschaft), Aristokratie (Adelsherrschaft), Oligarchie (Kleingruppenherrschaft), Monarchie (Alleinherrschaft) oder Tyrannis (Einzelherrschaft, die durch Gewalt erobert wurde). Oft wechselte die Regierungsform auch innerhalb einer Polis. So wurde die berühmte griechische Polis Athen erst von Königen, dann von wenigen Adligen, von mehreren Tyrannen und dann demokratisch regiert.

 

Wer war Polykrates?

Polykrates und seine Brüder rissen ca. 530 v.Chr. auf der Insel Samos während eines großen religiösen Festes die Macht an sich, wahrscheinlich mit einem Söldnerheer (Söldner = gemietete Soldaten) und mit Unterstützung eines anderen Tyrannen. Polykrates tötete später den einen Bruder, vertrieb den anderen von der Insel und herrschte anschließend alleine über Samos.

Er unternahm viele Raubzüge und plünderte Nachbarinseln sowie Handelsschiffe, wodurch er einen großen Reichtum anhäufte. Die erbeuteten Schätze setzte er ein, um bedeutende Künstler und Gelehrte an seinen Hof zu bringen. Nach einer relativ langen Herrschaft wurde Polykrates von einem Unterkönig des mächtigen persischen Reiches in eine Falle gelockt und grausam getötet.

 

Was ist Gastfreundschaft?

In einer Welt mit wenigen und meist unsicheren Gasthäusern war Gastfreundschaft sehr wichtig. Sie war eine der obersten Pflichten. Wer an fremde Türen klopfte, fand Bett und Brot. Denn jeder Bürger musste Reisende von gleichem oder ähnlichem Stand in seinem privaten Haushalt unterbringen. Sich dieser Pflicht zu verschließen, war Frevel. Die Götter der Antike bestraften Ungastlichkeit, belohnten aber jene, die ihr Haus mit anderen teilten. Reisende fanden in fremden Städten Unterkunft bei Freunden von Freunden. So entstand ein dichtes Netz von gegenseitigen Verpflichtungen und Bekanntschaften über die Grenzen der eigenen Stadt hinaus. Besonders bei Adligen wurden Gastfreundschaften mit aufwendigen Geschenken und in den Familien über Generationen hin gepflegt.