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Bäder

Während es LUDI nur an besonderen Tagen gab, waren die Thermen jeden Tag geöffnet und für die Römer der bevorzugte Ort die Freizeit zu verbringen. Hier konnte man baden, sich massiern und frisieren lassen und Sport treiben. Dabei diskutierte man im Wasserbecken, beim Sport oder auf der Gemeinschaftstoilette mit allen möglichen Leuten über alle möglichen Themen. Man konnte Philosophen zuhören oder sich etwas zu essen kaufen und in den größten Thermen gab es sogar öffentliche Bibliotheken mit Tausenden von Schriftrollen. Dieser ganze Luxus war zur Zeit des Plinius für Römer meist kostenlos.

Für gewöhnlich ging man nachmittags gegen zwei Uhr, also am Ende eines Arbeitstages, in die Thermen. Dort zog man sich im APODYTERIUM um und verstaute seine Kleidung in einem Fach und gab einem Wachsklaven ein paar Sesterzen, damit er eine Auge darauf hatte.

Anschließend begab man sich zur PALAESTRA und rang ein wenig mit einem Freund oder gemieteten Gegner. Hatte man dazu keine Lust, konnte man im überdachten GYMNASIUM ein wenig Gymnastik machen. Wenn man genug geschwitzt hatte, ging man in  das APODYTERIUM zurück, wo ein Sklave bereitstand den Gast mit Öl einzureiben, um ihm dann mit einem gebogenen STRIGILUM aus Metall das Öl und den Dreck des Tages vom Leib zu schaben.

Nach einer Massage stand der erste Badegang auf dem Programm: Zuerst schwitze man einige Minuten im CALDARIUM, wo es so heiß war, dass man Holzpantoffel tragen musste. Geheizt wurde nämlich nicht nur das Wasserbecken, sondern auch der Boden und die Wände. Die Hitze wurde durch Feuer erzeugt, die von Sklaven im Keller der Thermen geschürt wurden. Der heiße Rauch der Feuer wurde dann unter den Böden und zwischen Wand und Fliesen entlanggeleitet.

Nach dem CALDARIUM tauchte man kurz in das lauwarme Wasserbecken im TREPIDARIUM, um sich anschließend im kalten Wasser des FRIGIDARIUMS zu erfrischen. Diese Badegänge wiederholte man beliebig und verbrachte so seinen Nachmittag.

 

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Freizeit in Rom - Sachtext 393