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Gladiatorentypen

 

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Die Bewaffnung der  Gladiatoren  war bis ins Detail geregelt. Es gab verschiedene Waffengattungen, die so genannten Amaturae, und nur bestimmte Waffengattungen konnten gegeneinander kämpfen.

Manche Waffengattungen kämpfen nur untereinander, andere Waffengattungen nur gegen anders ausgerüstete Gegner.  Rüstung und Bewaffnung der Gladiatoren war so aufeinander abgestimmt, dass keiner der Kämpfe dem anderen durch seine Waffen überlegen war. Auf diese Weise sollte ein spannender und ausgeglichener Kampf entstehen.

Sehr beliebt war der Kampf eines  schwer bewaffneten Gladiator mit  großem Schild, einem so genannten Murmillo,  gegen einen schwer gerüsten  Gladiator mit kleinem Schild. Der Murmillo  trug außer dem großem Schild noch einen Helm mit Krempe, Gittervisier und geknicktem Kamm. Seine linkes Bein  wurde durch eine Beinschiene über einer Bandage geschützt. Die Waffe des Murmillos war ein Schwert mit gerader Klinge.

Bei den Gladiatoren mit kleinem Schild gab es zwei Typen:  Den  Thraex und den Hoplomachus. Der Thraex hatte wie der Murmillo trug einen mit dem Kopf eines Greifen verzierten Visierhelm, zwei Beinschienen und ein kleines, gewölbtes Schild. Das Schwert des Thraex war gebogen. Die Amatura „Thraex“ wurde nach dem Land Thrakien benannt, das von den Römern unterworfen worden war. Die Thrakier waren bekannt für ihre gebogenen Schwerter.

Der Hoplomachus hatte - wie Murmillo und Thraex -  auch einen Visierhelm. Seine Besonderheit waren der kleine Schild in Form eine Halbkugel und die Stoßlanze, mit der er versuchte die Gegner auf Distanz zu halten. Das Schwert des Hoplomachus war gerade. Homplomachus ist Griechisch und bedeutet „Schwerbewaffneter“. Vorbild für die Armatura „Hompolomachus“ waren daher wohl die mit langen Lanzen bewaffneten griechischen Fußsoldaten

Besonders beliebt bei den Zuschauern war der Kampf des „Netzträgers“ (Retiarius) gegen den „Verfolger“ (Secutor).

Der Retiarius war ein sehr beweglicher Gladiator. Abgesehen von   einer Bandage am linken Arm und einem kleinen metallenen Schutzschild auf der linken Schulter kämpfte er ohne Schutz. Seine Waffen waren ein kleines Fischernetz, ein Dreizack, wie er auch für die Fischjagd benutzt wurde,  und ein kurzes Schwert für den Nahkampf. Das Schulterschild des Retiarius war oft mit Meerestieren oder Ankern verziert.

Der Secutor trug einen völlig geschlossenen Visierhelm mit kleinen Augenlöchern. Der Helm besaß keine Verzierungen, damit er sich nicht im Netz des Retiarius verheddern konnte. Durch die  runde Form, den flossenhaften Kamm und die kleinen Augenlöcher sah der Secutor ein wenig aus wie ein Fisch.

Der Kampf zwischen Secutor und Retiarius war besonders spannend. Der schwer gerüstete aber langsame Secutor musste im Nahkampf eine schnelle Entscheidung suchen, während der schlecht geschützte Retiarius versuchte, ihn auf Abstand zu halten und mit seinem Netz zu Fall  zu bringen. 

Weiter Armatura waren die Equites („Reiter"), die meist die Munera eröffneten. Sie trugen einen Krempenhelme mit Visier, kleine runde Schile, Lanze und Schwert .

Provocatores (von provocare „herausfordern")  trugen einen Helm mit Visier und ein Brustblech. Sie schützten sich mit einem einen Rechteckschild und einer Schiene am linken Bein. Ihre Waffe war das einfache, gerade Schwert.

Die Essedarii waren nach gallischen Kämpfern benannt, die vom Streitwagen (kelt.: „essedum“) herab kämpften. In der Arena traten sie allerdings zu Fuß an. Sie trugen einen  eiförmigen, mit zwei Federn geschmückten Helm und einen ovalen Schild.  Ihr Waffen waren Speer und ein Schwert ohne Spitze.