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Götter - Beschreibungen

Apollon (lat. Phoebus) – Gott der Weissagung, der Künste (besonders der Musik), der Medizin, der Hirten und des Bogenschießens. Seine Geburt war etwas kompliziert, denn er war der Sohn des Zeus und der Leto. Da diese Leto nicht Zeus´ Frau, sondern nur eine Affäre war, war verständlicherweise seine Frau Hera ziemlich sauer. Sie drohte also jedes Land, das es wagen würde der Leto einen Platz für ihre Niederkunft (=Geburt) zu gewähren, mit einem Fluch zu belegen. So irrte Leto durch die halbe damals bekannte Welt auf der Suche nach einem geeigneten Geburtsplatz. Sie irrte und irrte, bis, ja bis die Insel Delos sich daran erinnerte, dass sie ja kein „Land“, sondern nur eine schwimmende Insel war. Delos erlaubte der Leto auf ihr (also auf der Insel Delos) die Kinder zur Welt zu bringen. Sagte ich Kinder? Aber ja! Außer Apollo brachte sie auch gleich Artemis zur Welt, seine Zwillingsschwester (Auch eine interessante Göttin: Sie erschoss jeden, der nur ansatzweise daran dachte, sie ihrer Jungfräulichkeit zu berauben.) Apollo war übrigens der Halbbruder von Hermes, der ihm die von ihm erfundene Gitarre schenkte. Sie wurde Apollos Lieblingsinstrument. Als er einmal von einem gewissen  Marsyas zu einem Sängerwettstreit herausgefordert wurde, erklärte sich Apollo kurzerhand zum Sieger und zog dem Marsyas die Haut ab. Ja, das waren raue Sitten damals!

Aphrodite (lat. Venus) – Göttin der Liebe. Von ihrer Geburt werden im Mythos zwei  Versionen erzählt. Die eine: Kronos, der jüngste der Titanen, hatte die Geschlechtsteile seines Vaters Uranos (der erste König der Götter) abgeschnitten und ins Meer geworfen (Warum er das tat? Er wollte selbst über die Götter herrschen). Wo sie ins Meer fielen, sammelte sich Schaum auf  dem Wasser; aus diesem Schaum entstand Aphrodite, deren Namen übersetzt „Schaumgeborene“ heißt. Die andere: Zeus ging wieder mal fremd, diesmal mit Dione, und zeugte Aphrodite. – Na, welche ist aufregender?  Aphrodite war mit Hephaistos verheiratet. Doch der war ständig schwarz und rußverschmiert, weil er ja der Gott der Schmiedekunst war und tagein,  tagaus an irgendwelchen phantastischen Waffen bastelte (z.B. den Waffen des Achill oder des Aeneas, die alle made by Hephaistos waren). Außerdem hinkte Hephaistos. Was Wunder also, dass sich Aphrodite mit Ares vergnügte, dem adretten Kriegsgott in der glänzenden Rüstung. Nun ja, wie diese Geschichte ausging, steht auf einem anderen Blatt.

Poseidon (lat.  Neptun) – Gott des Meeres. Zusammen mit seinen Brüdern Zeus und Hades, brachten sie ihren Vater Kronos um die Ecke, weil dieser wiederum seine drei Söhne um die Ecke bringen wollte, damit sie nicht ihn um die Ecke bringen. Danach knobelten sie um die Herrschaftsbereiche. Zeus erhielt die Erde, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt. Poseidon wird meistens mit Dreizack dargestellt, weil seine liebste Freizeitbeschäftigung das Fischen ist (logisch, was soll er im Meer auch anderes machen). Poseidon ist kein angenehmer Charakter und neigt dazu die armen Seefahrer mit schrecklichen Stürmen zu erschrecken; na ja, er hat ja auch sonst nicht viel Abwechslung im Meer (außer Fischen).

Ares (lat. Mars) – Gott des Krieges. Das einzige Kind, das Zeus mit seiner Frau Hera gezeugt hatte. Berühmt ist die Liebesgeschichte zwischen Ares und Aphrodite. Aphrodite war ja eigentlich mit  Hephaistos (lat. Vulcan) dem Gott der Schmiedekunst verheiratet, aber Ares in seiner schmucken Rüstung, mit seine vielen Muckis und seinem stechenden Bezwingerblick war sicherlich einen Seitensprung wert.  Und da Aphrodite auch nicht hässlich war, landeten die beiden, immer wenn Hephaistos auf Dienstreise war, in dessen Ehebett. Als  Hephaistos vom Sonnengott Helios (Sol) erfuhr, was seine Frau hinter seinem Rücken so trieb, befestigte er an ihrem Bett heimlich ein unsichtbares Netz und tat, als ginge er mal wieder auf Dienstreise.  Kaum hatten Ares und Aphrodite ihre Vergnügungen im Bett begonnen , fiel das Netz herab und beide waren gefangen. Hephaistos erschien, regte sich mächtig auf und trommelte alle übrigen Götter zusammen, damit die auch mal was zu lachen hätten. War das ein göttliches Gelächter! Der ganze Olymp bebte. Ares schlich sich  mit hochrotem Kopf davon...

Athene (lat. Minerva) – Göttin der Weisheit, der Künste (auch des Handwerks) und Schutzgöttin Athens. Sie ist die Tochter des Zeus und der Metis. Allerdings kam sie auf recht seltsame Art zur Welt. Denn da Zeus prophezeit worden war, ein von Metis geborenes Kind werde ihn vom Olymp vertreiben, verschlang Zeus Metis (Rülps).  Die ungeborene Athene wuchs in Zeus´ Kopf heran und als die Zeit der Geburt gekommen war, spaltete Hephaistos dem Zeus den Schädel mit einer Axt: heraus sprang Athene in voller Rüstung, mit Speer und Schild; so wird sie auch meistens dargestellt.

Herakles (lat. Hercules): Herakles war eigentlich kein richtiger Gott, sondern ein muskelbepackter Halbgott, denn sein Vater Zeus (wer sonst) hatte diesmal eine sterbliche Frau beglückt: Alkmene. Als sogenannter „Heros“ (= Held) stiefelte Herakles durch die antike  Welt und vollbrachte tolle Taten. Berühmt wurde er durch die zwölf Arbeiten, die er als Sühne erledigen musste, weil er im Wahn seine Familie erschossen hatte. Als erste Arbeit stand die Erlegung des nemeiischen Löwens auf dem Programm und seitdem trägt Herkules neben einer Keule das Fell dieses nemeiischen Löwen als Erkennungszeichen mit sich herum. Gestorben ist dieser Heros übrigens durch ein säurehaltiges Gewand, das ihn komplett verätzte. Zum Trost darf er seither als Stern am Himmel glänzen.

Hermes (lat. Mercurius) – Auch ein Sohn des Zeus (der diesmal mit Maia (nein, nicht die Biene) fremdgegangen war) und zwar ein ziemlich frühreifer. Morgens geboren, spazierte er mittags schon durch die Gegend und tötete gleich mal eine Riesenschildkröte, aus deren Panzer er die erste Gitarre der Welt bastelte (Als Saiten benutzte die Gedärme von sieben Kühen, die kurz danach erwürgte). Hermes hatte die meisten Jobs in der Götterfirma:  Er war zuständig für Musiker – klar, wegen der Gitarre – für Reisende, Sportler, Diebe, Händler, Glücksspieler und Spitzbuben. Außerdem hatte er einen Nebenjob als Götterbote, weshalb er auch meistens mit Flügelschuhen und Flügelkappe durch die Gegend flügelte. Wenn er dann noch Zeit hatte führte er die Toten über den Unterweltfluss Styx und am dreiköpfigen Cerberos vorbei in den Hades (= Unterwelt). Da er die Reisenden beschützen sollte, stellte man in Griechenland an jeder Wegkreuzung kleine Statuen von ihm auf; und weil er zudem noch ein Fruchtbarkeitsgott war, waren diese Statuen meist nicht für die Augen kleiner Siebtklässler geeignet (weshalb ihr jetzt auch keine seht!). – Und? War der nicht arbeitsgeil? Und ich habe bestimmt noch ein paar Jobs vergessen!

Hera (lat. Iuno) – Gemahlin und (!) Schwester des Zeus. Sie hatte zwar im Hause Zeus das Szepter in der Hand,  verbrachte aber die meiste Zeit damit, sich über ihren untreuen Göttergatten aufzuregen und seine Geliebten zu drangsalieren (wie etwa Leto oder Io oder Alkmene oder Danae oder oder). Weil sie sich ständig über Zeus ärgern musste, tat sie meistens genau das Gegenteil von dem, was er tat. Deswegen unterstützte sie auch im trojanischen Krieg die Trojaner - oder waren es die Griechen? Auf alle Fälle war sie als Göttin der Ehe so anständig und langweilig, dass man manchmal gar nicht weiß, an was man sie erkennen soll!

Artemis (lat. Diana) – Die Zwillingsschwester Apollos. Über ihre Geburt gibt es nicht viel zu sagen; es ist die gleiche Geschichte wie bei ihrem Bruder. Ihre Abteilung in der Firma Götter & Co war die Jagd. Und auch sie selbst bewies immer wieder, wie gut sie mit Pfeil und Bogen umgehen konnte. Als zum Beispiel Niobe der Meinung war, sie habe schönere Kinder als Leto (die Mutter von Artemis und Apollo), da nahm sich Artemis ihren Bruder und beide ihre Bögen und erschossen ohne lange zu fackeln mal eben alle sechs (!) Töchter der Niobe. Und als diese dann trotzig behauptete, immerhin seien sechs Söhne immer noch mehr  als die mageren zwei Kinder, die Leto hätte, legten Artemis und Apollo noch mal an und erschossen die Söhne ebenfalls. – Man sieht: leg dich niemals mit Göttern an.