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Repetico


 

convivium Romanum

Nach dem Besuch in den Thermen zwischen 16 und 17 Uhr erscheinen die Gäste. Der Hausherr geleitet sie ins Esszimmer, das triclinium. Die Gäste machen es sich auf den Liegen (Klinen) bequem, die hufeisenförmig um niedrige Tische angeordnet sind. Es gibt kein Besteck, jeder isst mit den Fingern. Ein Sklave geht regelmäßig mit einer Wasserschale herum, in der sich die Gäste ihre Hände waschen können.

Das Gelage beginnt mit Vorspeisen aus Eiern, Gemüsesalaten, Schalentieren und Muscheln. Anschließend werden verschiedene Fleischgerichte aufgetragen: Rind, Schwein, Geflügel und Wild aller Art. Auch Fisch wie zum Beispiel Thunfisch, Hering oder Stör wird serviert. Dann folgen die Nachspeisen. Dazu gehören mit Pfeffer bestäubter Pudding, frisches Obst und Fruchteis, das mit Eis aus den Bergen hergestellt wird. Zum Essen trinkt man mit Wasser verdünnten Wein. Die Gelage sind überaus reichlich und die Gäste lassen es sich schmecken. Besonders gierige Gäste verlassen ab und zu den Tisch und übergeben sich, um sich gleich wieder der Völlerei hingeben zu können.

Zur Unterhaltung der Gäste treten am Ende des Gelages Musiker, Tänzer, Gleichgewichtskünstler und Dichter auf. Spät in der Nacht, wenn die Gäste nach Hause aufbrechen, verteilt der Hausherr die übrig gebliebenen Speisen unter ihnen.