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Die römische Familie

Wenn wir heute von „Familie" sprechen, meinen wir alle, die zusammen unter einem Dach wohnen. Meist sind das die Eltern und die Kinder, manchmal aber auch nur ein Elternteil und ein Kind.

Einige meinen mit „Familie" auch noch die Großeltern oder den Bruder und seine Familie. Aber das ist nicht ganz richtig: Wenn viele Familien zusammen gehören (Familie des Bruders, Familie der Schwester, Familie des Onkels etc.), dann spricht man von einer „Sippe".

Die Römer benutzen das Wort FAMILIA anders als wir. Für die Römer gehören zu einer Familie nicht nur die Eltern und die Geschwister. Zur FAMILIA zählen auch die bereits erwachsenen Kinder, die mit ihren Kindern in eigenen Häusern wohnen. Auch die Sklaven gehören zur einer FAMILIA ROMANA.

Oberhaupt einer Familia ist der PATER FAMILIAE, also der Familienvater. Er - und nur er - hat das Sagen. Er bestimmt über das Geld der Familie, entscheidet über Hochzeiten und verhängt Strafen über Kinder und Sklaven.

Die MATER FAMILIAE, die Familienmutter, dagegen kümmert sich um das Haus und die kleinen Kinder. Ihre Aufgabe ist die Vorratshaltung, die Pflege des Hauses und die Organisation der häuslichen Arbeiten zusammen mit den Sklaven.

Zur FAMILIA gehörten auch Sklaven. Wie viele Sklaven eine Familia hatte, hing natürlich vom Vermögen ab. Reiche Römer besaßen sogar einen besonderen Sklaven, der sich um die Kinder kümmerte, den so genannten PAEDAGOGUS. Er begleitete die Kinder zu Schule, lernte mit ihnen und passte auf, dass ihnen nichts passierte.